Fledermauskästen selbstgebaut

Das verwendete Vollholz muss unbehandelt und sägerauh (ungehobelt) sein (z B. Kiefer-, Fichte, Eiche). Jedes im Baustoffhandel erhältliche Holz kann irgendwann einmal durch die chemische Dusche gegangen sein und sollte nicht verwendet werden. Adressen für unbehandeltes Holz: Sägewerke und Holzhandlungen1 die ihre Baumstämme direkt vom Förster beziehen.

Bei genügender Breite des Holzes entfällt die Herstellung mit Nut und Feder, bei schmalen Brettern muß wegen der Dichtigkeit mit Nut und Feder gearbeitet werden. Fledermäuse sind sehr zugluftempfindlich, die Kästen müssen daher absolut dicht sein.

Modell ,,Stratmann"

Dieser Kastentyp hat den Vorteil, dass er nicht gewartet werden muss, weil der Kot der Tiere durch den Eingangsschlitz herausfällt. Mit einer Taschenlampe kann man kontrollieren, ob der Kasten besetzt ist, ohne die Tiere dabei zu stören.

Zur Fertigung des Kastens werden zunächst die Teile C und E auf die erforderliche Größe geschnit­ten und zusammengefügt (Nut und Feder). Die Rückwand C wird mit dem Fuchsschwanz oder mit der Kreissäge im Abstand von ca. 8 mm durchgehend mit 2-3 mm tiefen Nuten (Einschnitten) ver­sehen. An der Vorderwand E werden oben und unten die Leisten B festgeschraubt. Die Seitenteile D wer­den, nachdem sie auf Maß geschnitten wurden, auf die Rück- und Vorderwand aufgeschraubt, so dass die Kanten vorn und hinten bündig sind. Mit Hobel oder Raspel werden dann die Eckverbindungen gleichgeputzt bzw. geglättet. Das Dachbrett A wird erst für die Halteleiste F ausgespart und kann dann mit dem Kasten fugen­dicht verschraubt werden. Die vier aufrechten Eckfugen werden noch mit Deckleisten durch Aufnageln oder Aufschrauben abgedichtet. Zum Schluss wird die Aufhängeleiste F an der Rückwand angeschraubt.



Kasten Stratmann, für Zeichnung mit hoher Auflösung anklicken





NABU Geesthacht, R. Doerffer, 18. Aug. 2000
Quelle: Infoblatt des NABU Hamburg
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