Fledermaus Detektor

Fledermäuse orientieren sich und kommunizieren mit Ultraschallsignalen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Jüngere Menschen hören Fledermäuse manchmal, wenn sie im Bereich unter 20 kHz rufen.

Um Fledermäuse dennoch hören zu können, hat man Fledermausdetektoren entwickelt. Sie nehmen die Signale im Bereich 20 bis über 100 kHz mit speziellen Mikrofonen auf, wandeln dann die Signale in hörbare Töne um und geben sie über einen Lautsprecher oder Kopfhörer wieder oder lassen eine Bandaufzeichnung zu. Einfache Detektoren, die man leicht selbst bauen kann oder für gut 100 DM erwerben kann, führen die Wandlung mit Hilfe digitaler Frequenzteiler durch. Dabei geht allerdings ein Teil der Information verloren und man bekommt nur ein Knattergeräusch zu hören. Immerhin lassen sich damit die Fledermausart und auch die Funktion des Rufes identifizieren. Aufwendige Geräte, die über 2000 DM kosten, führen eine Zeitdehnung durch, bei der die Form des Signals voll erhalten bleibt. Die Rufe des Großen Abensegler bei der Jagd, die mit einem solch aufwendigen Gerät aufgenommen wurde, können Sie hier hören (wav-Datei 39 KB).

Auf dem Bild ist ein einfacher Fledermaus Detektor von Tony Messina zu sehen. Die Bauanleitung hierfür findet man unter http://pw1.netcom.com/~t-rex/BatDetector.html . Weitere Informationen und Bezugsquellen findet man auch unter www.batcon.org.

In Deutschland gibt es Fledermausdetektoren u.a. bei Jüdes Ultraschall, Schneiderkoppel 21, 24109 Meisdorf

NABU Geesthacht, R. Doerffer, 18. Aug. 2000

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