Fledermäuse in Geesthacht und Umgebung

In Geesthacht und Umgebung wurden in den vergangenen Jahren 10 Fledermausarten beobachtet. Davon sind 6 hier beheimatet (H), das heißt sie ziehen hier ihre Jungen auf, zwei Arten überwintern (Ü) hier nur (beobachtet in den vom NABU hergerichteten Überwinterungsbunkern) und 2 Arten wurden auf dem Durchzug (D) beobachtet.

Name

Wiss. Name

Vorkommen

Gewicht (G) und Spannweite (S)

Wasserfledermaus

Myotis daubentoni

H

G: 7-15 g, S: 240-275 mm

Kleine Bartfledermaus

Myotis mystacinus

Ü

G: 4-8 g, S: 190-225 mm

Fransenfledermaus

Myotis nattereri

Ü, (H?)

G: 5-12 g, S: 245-280 mm

Großes Mausohr

Myotis myotis

D

G: 28-40 g, S: 350-430 mm

Großer Abendsegler

Nyctalus noctula

H

G: 19-40 g, S: 320-400 mm

Kleiner Abendsegler

Nyctalus leisleri

D

G: 13-20 g, S: 260-320 mm

Breitflügelfledermaus

Eptesicus serotinus

H

G: 14-33 g, S: 315-381 mm

Zwergfledermaus

Pipistrellus pipistrellus

H

G: 3.5 -8 g, S: 180-240 mm

Rauhautfledermaus

Pipistrellus nathusii

H

G: 6-15 g, S: 230-250 mm

Braunes Langohr

Plecotus auritus

H

G: 5-11 g, S: 240-285 mm



Wo, wann und wie kann man die Fledermäuse beobachten?

Fledermäuse kann man fast überall im Geesthachter Stadtgebiet und Umland beobachten. Sie sind nachtaktiv, kommen daher erst nach Einbruch der Dunkelheit aus ihren Verstecken. Kälte und starken Wind mögen sie allerdings nicht, am liebsten sind ihnen warme ruhige Nächte, wenn ihre Beute, die Nachtinsekten, auch unterwegs ist. Man sieht sie daher nur in hellen Mond oder Juninächten oder im Schein von Straßenlaternen. Eine Ausnahme ist der Abendsegler. Er kommt bereits kurz nach Sonnenuntergang, wenn es noch hell ist, aus seinem Versteck. Er fliegt meist sehr hoch und seine Rufe sind zumindest für Jüngere noch gut zu hören. Dagegen sind die hohen Töne der anderen Fledermausarten mit Frequenzen im Bereich 20-100 KHz meist nur mit dem Fledermausdetektor auszumachen. Dieses Gerät nimmt die für uns unhörbaren Ultraschallsignale mit einem speziellen Mikrofon auf und setzt sie in Töne um, die über den Lautsprecher als Klick- oder Knackfolgen zu hören sind. Leichter zu beobachten ist auch die Wasser­fleder­maus; sie fliegt oft dicht über Wasserflächen und kann dann mit Hilfe einer starken Taschenlampe beobachtet werden.



Quelle: Daten Geesthacht H. Bahr, Größenangaben aus Schober, H & E. Grimmberger: Die Fledermäuse Europas, Kosmos Naturführer, 1987

NABU Geesthacht, R. Doerffer, 16.8.2000


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