Jahresbericht 2001 der NABU Ortsgruppe Geesthacht


vorgelegt zur Jahreshauptversammlung am 8. Februar 2002


Erfreulicherweise konnten wir im vergangenen Jahr die Zahl unserer Mitglieder in unserer Ortsgruppe um 15 % auf 575 erhöhen. Die Anzahl der aktiven Mitstreiter ist gleich geblieben.

Am 25. Februar 2001 bauten wir, wie in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Harald Schneider den Krötenschutzzaun im Bistal auf. Bei den täglichen Kontrollen konnten wir 648 Kröten retten, d. h. vor dem Plattfahren bewahren. In 333 Fällen kamen wir leider zu spät. Die Zahl der lebenden Kröten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 150 erhöht, die der getöteten Kröten um 64 verringert. Generell kann man sagen, daß sich die Bestände der Erdkröten dort erhöht haben, seitdem die Angler die Fischteiche nicht mehr bewirtschaften. (1998) Allerdings hat sich das Bistal in den letzten Jahren zu einer der heimlichen Umgehungsstraßen von Geesthacht entwickelt. Die Autos fahren dort, mitunter so schnell, dass die Kontrolle der Fangeimer lebensgefährlich wird, auch das nächtliche Durchfahrtverbot wird nicht beachtet. Die Pachtwiese und die ehemaligen Fischteiche im Bistal sind aber ein Kleinod, das uns für diese Mühen entschädigt.

Herbert Bahr hat im vergangenen Winter und Frühling das Uhu-Paar in Wiershop fast täglich gehört und konnte auch einen Brutversuch beobachten, aber aus ungeklärten Gründen war das Nest eines Tages nicht mehr besetzt.

Am 4. März wurde eine Wanderung an die Elbe unter der Leitung von Henry Fischer zum Thema „ Welche Zugvögel sind bereits zurückgekommen“? angeboten.

Am 16. März 2001 und am 6.April 2001 hatten wir gut besuchte Vorträge im Gemeindezentrum der Christuskirche. Die Themen waren „Unsere Sandstrandpflanzen- Überleben an einem außergewöhnlichen Standort“ und „Erdgeschichte und Geologie des Südkreises Herzogtum Lauenburg“.

Im April und im Mai 2001 wurden an jedem Mittwoch Abend unter dem Motto „Was singt denn da?“ Abendspaziergänge zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt angeboten. Seit Jahren werden diese Veranstaltungen von unserer Gruppe durchgeführt und auch je nach Wetterlage gut besucht. Außerdem führte Dr. Friedhelm Ringe an jedem 1. Mittwoch in den Monaten Februar, März, Juni, Juli, September, Oktober, November und Dezember unter dem Motto „ Wege in die Natur“ Abendspaziergänge durch.

Ein großer Erfolg war am 11. Mai die Zweite Geesthachter Nachtigallennacht mit über 200 Besuchern auf der Werfthalbinsel. Für die Schirmherrschaft konnten wir wieder Bürgermeister Ingo Fokken gewinnen. Die Leitung der Nachtigallennacht lag in den Händen von Dr. Friedhelm Ringe.

Infostände unserer Ortsgruppe hatten wir am 1. April bei der Stadtgärtnerei, am 9. Juni beim Geesthachter Umwelttag, am 15. September im Gemeindezentrum der Aumühler Kirche, bei den Stadtwerken Geesthacht sowie im Dezember auf dem Geesthachter Gemüsemarkt. Die Infostände werden von Hans Oltmann organisiert.

An der Landesdelegiertenversammlung des NABU Schleswig-Holstein am 29. April in Tarp nahmen Rudolf Pohle und ich teil. Bei der Landesversammlung am 14. Oktober in Rendsburg vertrat ich unsere Ortsgruppe. An den Treffen der Kreisarbeitsgemeinschaft Naturpflege Herzogtum Lauenburg nahmen wir regelmäßig teil. Unsere Interessen im Umweltausschuß der Stadt Geesthacht vertritt Dr. Friedhelm Ringe.

Im Mai führte Harald Schneider eine Amphibienwanderung, im Juni Uwe Kresken eine botanische Wanderung durch. Im Juli stand eine Fahrradtour von Hartmut Haberlandt auf dem Programm.

Seit August 2001 absolviert Julia Schwienheer ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in unserer Ortsgruppe. Sie unterstützt unsere Veranstaltungen und hat zwei Kindergruppen aufgebaut, die sie auch leitet. Paten sind das GKSS Forschungszentrum, das Agenda-21-Büro und die Revierförsterei in Grünhof. Julia kommt aus Hilter bei Osnabrück und hat sich sehr gut in unsere Ortsgruppe integriert.

Ebenfalls im August hatten wir unseren Fledermausabend am Campingplatz in Tesperhude. Herbert Bahr konnte sich über den guten Besuch freuen. Herbert Bahr betreut im übrigen auch die Fledermauskästen und –bunker.

Im September leitete Henry Fischer eine Wanderung in die Winsener Marsch, im November Helmut Knust eine auf die Schleuseninsel Geesthacht.

Das ganze Jahr im Einsatz ist Gerd Förster. Er betreut nach wie vor die Uferschwalben in nah und fern, die Mehlschwalben an der Post und bei der Geesthachter Polizei und neuerdings auch die Rauchschwalben im Geesthachter Klärwerk. Im Kranichschutz und auf dem Hachedesand ist er ebenfalls aktiv.

Der Hachedesand wurde im übrigen auch von unseren Schafen kurz gehalten. Um die Schafhaltung kümmern sich: Gerd Förster, Erhardt Krafft, Dr. Friedhelm Ringe und ich.

Unsere Web-Seite im Internet wird von Dr. Roland Doerffer gestaltet. Wie ich hörte, wurde unsere Darstellung im Landes- und Bundesverband als vorbildlich empfohlen.

Die aufgehängten Nistkästen wurden von Marina Hjelm und Erhardt Krafft betreut.

Die Grabpflege von Agnes und Hans Meier wurde von Harald Schneider geleistet.

Unsere Pressearbeit lag in den bewährten Händen von Hartwig Jürgens, der mir auch sonst mit Rat und Tat zur Seite stand.

Unser Mitglied Klaus Hektor spendete zu seinem 60. Geburtstag 17 Fledermauskästen, die in Zusammenarbeit mit Herbert Bahr aufgehängt wurden.

Des weiteren wurden gemeinsame Arbeitseinsätze auf der Obstwiese in Krüzen, auf der Vogelinsel und in Hamwarde durchgeführt. An den ehemaligen Fischteichen im Bistal verstärkten wir den beschädigten Damm, legten ein neues Abflußrohr und schlugen Pfähle ein.

Die Gruppenabende im Bandrieter an jedem 4. Dienstag im Monat waren unterschiedlich gut besucht.

Die Kasse lag wie in den Vorjahren in den Händen von Helmut Knust, dessen Bericht wir gleich im Anschluß hören.

Viel Arbeit steckt in den sogenannten §-29-BNatSchG-Stellungnahmen, die im wesentlichen von Rudolf Pohle, Hartmut Haberlandt und Hartwig Jürgens bearbeitet wurden

Ich danke allen Aktiven für ihren Einsatz und allen Anderen für ihre finanzielle Unterstützung für den Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Geesthacht.

Wolfram Staudte