UFERSCHWALBEN 2006.


Anfang Februar dieses Jahres wurden alle Kiesgruben der Firma CIMEX / WUNDER bereist, um Steilwände festzustellen, die als Brutmöglichkeiten für Uferschwalben infrage kommen..Ein erarbeiteter Maßnahmenkatalog für die Gestaltung der Uferschwalbenwände wurde mit der Fa. CIMEX / WUNDER , vertreten durch Herrn Hempelt , abgestimmt und bis Mitte April arbeitsmäßig umgesetzt.

Folgende Arbeitseinsätze wurden durchgeführt :


In den Kiesgruben der Firma WUNDER .

LÜTTOW I 6

LÜTTOW II 4

WIERSHOP 8

WOLTERSDORF 7

ZWEEDORF I 7

ZWEEDORF II 5

37


Außerdem wurde in Greven gearbeitet :

1

Insgesamt 38



Die Schwalbenwände in Buchhorst wurden nicht bearbeitet . Die ehemals bis an die Wasserkante reichenden Steilwände liegen durch den jahrelangen manuellen Abbau ca 5m von der Wasserkante entfernt. Um Steilwände manuell zu erarbeiten, müssen große Mengen Material bewegt werden und das ist im Einmannbetrieb schwer zu bewältigen. Ein Maschineneinsatz entfällt, da die Fläche damit nicht zu erreichen ist.

Folgendes zu den einzelnen Kiesgruben :

LÜTTOW I

Die mit Radladerunterstützung der Fa. Wunder hergerichteten Steilwände wurden erst zur 2. Brut genutzt von 8 Brutpaaren. Die hergerichtete Kiesfläche ( Kies wurde von der Firma gestellt ) wurde vom Flussregenpfeifer angenommen ( mehrere Brutkuhlen ) aber es konnte kein Bruterfolg festgestellt werden. Mit Hilfe eines Radladers wurde 1 Flachteich für Kreuzkröten geschoben. Für die Kreuzkröten war es eine große Hilfe. Es wurden zu Tausenden Larven der erwähnten Art festgestellt..

LÜTTOW II

Die Mutterbodenhalde zwischen Lüttow I und Lüttow II wurden maschinell Steilwände hergerichtet .Sie wurden nur von 10 Paaren besetzt. Der Grund lag in einer idealen Brutfläche für die Uferschwalben.( ca. 100 m entfernt ) Nämlich gewaschener Sand , bedeckt durch eine mehrjährige Mutterbodenablagerung. Hier entstanden ca. 250 Brutröhren . Leider war diese Brutfläche infolge Erosion anscheinend für Füchse und Steinmarder relativ leicht zu erreichen. Darauf deuteten die vielen vergrößerten Brutröhren hin, Es kam zur einer Flucht deuteten die vielen vergrößerten Brutröhren hin. Es kam zur einer Flucht von ca. 90 Brutpaaren zur der Abbaustelle Nähe Obstgarten ,( H. Frese ).

WIERSHOP

Im östlichen Teil des Rappenberges ( Fa. Buhck ) waren manuelle Wände hergerichtet worden. Nach Ankunft der Schwalben waren sie in kürzester Zeit von ca. 250 Paaren besetzt. Leider waren die Wände nicht hoch genug. Es kam zur einer massiven Zerstörung durch Fuchs , Steinmarder und eventuell auch Dachs. Dies führte zu fast einem kompletten Umzug der Uferschwalben in den Wunder – Teil des Rappenberges. Das war leider die Abbaufläche. Durch Rücksichtnahme der Fa. Wunder konnten eine Gefährdung der ca. 280 Brutröhren verhindert werden. Im westlichen Teil der Grube Buhck brüteten ca.15 Paare.

WOLTERSDORF I

Die präparierte Mutterbodenkante am Fahrweg nach Woltersdorf II wurde von ca. 20 Paaren beflogen. Der daneben liegende Sandberg (Nähe Jagdstand ) wurde von 6 Paaren besiedelt. Bei Abbaumaßnahmen des Vorjahres wurde das Relikt einer Sandwand stehen gelassen. Es kam zur Brut von 30 Paaren. An der Westseite des Grube ( am künstlichangelegten Knick ) wurden 30Brutröhren gezählt.

WOLTERSDORF II

Durch den Neuabbau in dieser Fläche standen den Uferschwalben hervorragende Wände zur Verfügung. Fast 300 Paare konnte sicher vor Feinden brüten.

ZWEEDORF I

An der Mutterbodenablagerung an der Mutterbodenhalde 1 auf der Ostseite des Sees (maschinell durch die Fa. Wunder vorbereitet) brüteten rund 50 Paare. 90 Uferschwalbenpaare besiedelten die Steilwände in der Mutterbodenablagerung 2 auf der gleichen Seite des Sees. Der Schwimmbagger hatte an der Ostseite des Sees , Nähe Fahrweg Zweedorf I nach Zweedorf II ) die Wand im Vorwege abgebaut. Das war für die Schwalben eine große Hilfe. Hier siedelten 250 Paare Uferschwalben.

ZWEEDORF II

Die östlich des Fahrweges gelegene Mutterbodenablagerung wurde von ca. 20 Paaren an verschiedenen Stellen beflogen. Westlich des erwähnten Weges wurden an der Abbauseite des Mutterbodens 40 Paare und an der Rückseite dieser Halde 20 Paare festgestellt. Neu brüteten erstmals 30 Paare in einer weiter westlich gelegenen Halde. Trotz manuell vorbereiteter Wände wurde die Westseite des Sees nicht beflogen . Offensichtlich ist das Substrat zu kiesig.

Die am Fahrweg Zweedorf I und Zweedorf II gelegenen Amphibienteiche wurde vom starken Weidenwuchs befreit, um besonnte Flächen für die Amphibien zu schaffen.


ALLGEMEIN :

Unter Zugrundelegung von ca. 20 % Ausfall für nicht zuende gebaute Brutröhren, für Verluste von Altvögeln, für durch Erosion zerstörte Nester ergibt sich ein Bestand von ca 1000 bis 1100 Brutpaaren. Damit liegt der Bestand über dem des Vorjahres. Das kann eine Bestandszunahme sein. Es ist aber auch möglich, dass Schwalben aus anderen Gebieten zugezogen sind, die ihre im Vorjahr vorhandenen Brutplätze verloren haben. Auch in diesem Jahr erwähnenswert das Entgegenkommen der Firmen WUNDER und BUHCK und die Unterstützung, bei Bedarf , durch Baumaschinen.

G. Förster