Vogelinsel 2006


In den letzten Jahren kam es verstärkt zu Sandablagerungen an der Vogelinsel. Die vor der Zentralfäche der Insel befindliche sogenannte „ östliche „ Sandbank verschob sich dadurch in Richtung Westen. An der Zentralfläche der Vogelinsel gab es ebenfalls erhebliche Sandablagerungen; dies führte zu einer Vergrößerung des Areals. Diese Sandablagerungen bestehen aus herrlichem, weißen, feinkörnigen Sand. Dies weckt Begehrlichkeiten bei den Sportbootfahrern. Während vor 2 Jahren die Naturnutzer davon überzeugt werden konnten, aus Gründen des Naturschutzes die Sandflächen nicht zur Erholung zu nutzen, nahm der Druck auf diese Flächen in diesem Jahr erheblich zu. Nach Absprache mit dem Wasser – und Schifffahrtsamt Lauenburg , in Vertretung der Bundeswasserstraßenverwaltung, wurde für einen Teil der östlichen Sandbank durch Pfähle und Schilder darum gebeten, diese zur Erholung nicht zu nutzen. Diese Zweiteilung wurde von den Nutzern leider nicht akzeptiert. Es kam zur einer Zerstörung der Schilder und zu einer Verbrennung der aufgestellten Abgrenzungspfähle. Die Zentralfläche der Insel wurde bei gutem Wetter teilweise von bis zu 10 Motorbooten belegt, es wurden Sonnenschirme aufgestellt und man richtete sich häuslich ein. Gespräche mit den Sportbootfahrern über den Schutz der Flächen war leider zwecklos .Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen bis zum Androhen von Schlägen.

Die Vogelinsel wird von der NABU , Ortsgruppe Geesthacht in Absprache mit dem Wasser – und Schifffahrtsamt seit über 30 Jahren betreut. Ein Rechtsanspruch ergibt sich für uns daraus nicht. Die Fläche konnte von uns bisher nicht gepachtet werden und steht auch nicht unter Naturschutz. Die Wasserschutzpolizei hatte sich den Sportbootfahrern gegenüber dahingehend geäußert, dass die Bootsfahrer überall anlegen könnten. Bei einem Gespräch mit dem Motor – Yacht – Club , Geesthacht e. V. konnte kein Kompromiss erzielt werden . Weitere Gespräche sollen folgen.

Worin liegt die Bedeutung der Vogelinsel :



Die Pflege der Vogelinsel durch den NABU umfasst folgende Arbeiten :



G. Förster